Neues im Telekom-Prozess, Presseerklärung BGH

Beratung des Bundesgerichtshofs über Rechtsbeschwerden im (KapMuG-) Verfahren betreffend den sogenannten “dritten Börsengang” der Deutschen Telekom

 

Aufgrund mehrfacher diesbezüglicher Anfragen wird mitgeteilt, dass der u.a. für das gesetzlich geregelte Prospekthaftungsrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs im Laufe des Monats Dezember 2020 über die Rechtsbeschwerden gegen den Musterentscheid-des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 30. November 2016 (23 Kap 1/06) betreffend den sogenannten “dritten Börsengang” der Deutschen Telekom (vgl. dazu auch Pressemitteilung Nr. 186/2014 vom 11. Dezember 2014) beraten wird, sofern nicht etwa durch die Corona-Pandemie bedingte Einschränkungen entgegenstehen. Wegen der notwendigen Verfahrensabläufe wird die Zustellung der Entscheidung an die Parteien und die Veröffentlichung einer Pressemitteilung über den Inhalt der Entscheidung einige Zeit nach der Beratung Anfang des Jahres 2021 erfolgen.

Vorinstanz: OlG Frankfurt am Main – Beschluss vom 30. November 2016 – 23 Kap 1/06

Karlsruhe, den 29. Oktober 2020

Pressestelle des Bundesgerichtshofs
76125 Karlsruhe
Telefon (0721) 159-5013
Telefax (0721) 159-5501

Insolvenzverfahren über Vermögen der Wirecard AG eröffnet – Klagemöglichkeiten

Kostenlose Erstberatung durch Rechtsanwälte Doerr Kühn Plück + Partner

 

Mit Beschluss vom 25. August 2020 hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wirecard AG sowie sechs weiterer deutscher Wirecard-Gesellschaften eröffnet (Aktenzeichen: 1542 IN 1308/20).

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können die Gläubiger der Wirecard AG und der ebenfalls insolventen Wirecard Technologies GmbH, der Wirecard Issuing Technologies GmbH, der Wirecard Service Technologies GmbH, der Wirecard Acceptance Technologies GmbH, der Wirecard Sales International Holding GmbH sowie der Wirecard Global Sales GmbH ab jetzt in den jeweiligen Verfahren ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden.

Das Amtsgericht München hat dafür eine Frist bis zum 26.10.2020 gesetzt. Das Formular zur Forderungsanmeldung steht im Internet unter www.jaffe-rae.de zum Download zur Verfügung.

Forderungsanmeldung

Wenn Sie es wünschen, können wir die Forderungsanmeldung gerne für Sie übernehmen. Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, werden wir kostenlos eine Deckungsanfrage für Sie vornehmen. Was die Kosten im Übrigen angeht, verweise ich auf die Anlage „Kosten Forderungsanmeldung Insolvenzverfahren Wirecard AG“.

Sollten Sie die gekauften Wertpapiere wieder veräußert haben, beläuft sich Ihr Schaden auf die Differenz zwischen dem Kaufpreis der Wertpapiere und dem Verkaufserlös, unter Berücksichtigung der Nebenkosten (Transaktionsschaden).

Sofern Sie die Aktien nach wie vor in Ihrem Depot haben, ist der Kursdifferenzschaden zu ermitteln. Der ergibt sich aus verschiedenen Faktoren, unter anderem daraus, dass die Wertpapiere zu „teuer“ eingekauft wurden und aus der Haltedauer der Wertpapiere.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sämtliche Wertpapierkäufe ab dem 18. Juni 2020, 10:44 Uhr nicht mehr mit Erfolg zur Forderungstabelle angemeldet werden können. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Wirecard AG die Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht, in der mitgeteilt wurde, dass der Jahres- und Konzernabschluss 2019 wegen der Indizien auf unrichtige Saldenbestätigungen verschoben werden musste.

Für berechtigt erachten wir sämtliche Forderungsanmeldungen aus der Zeit vom 24. Februar 2016 bis zum 18. Juni 2020, 10:43 Uhr. Im Februar 2016 erhob der Analysedienst „Zatarra“ schwere Betrugsvorwürfe in einem Report, über den „Der Spiegel“ ausführlich berichtete. Am 24. Februar 2016 war die Wirecard-Aktie um ein Viertel eingebrochen. Der Kurssturz vernichtete einen Börsenwert von rund 1,3 Milliarden Euro.

Bericht des Insolvenzverwalters

Nach dem Bericht des Insolvenzverwalters soll die seit Juni 2020 insolvente Wirecard AG seit Jahren entgegen den ausgewiesenen Gewinnen hohe Verluste erwirtschaftet haben.

Die Überschuldung des Konzerns beziffert der Insolvenzverwalter auf 2,8 Milliarden Euro. Den ermittelten Schulden des Unternehmens von über 3,2 Milliarden Euro steht ein Vermögen von gerade mal 428 Millionen Euro gegenüber. Es besteht der Verdacht, dass das Unternehmen Scheingeschäfte erfunden hat. Bei den von Wirecard AG real getätigten Geschäften soll sich das negative Ergebnis seit dem Jahr 2017 insgesamt auf rund 750 Millionen Euro belaufen.

Nach den Angaben des Insolvenzverwalters verfügte die Gesellschaft nach dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur über 26,8 Millionen Euro an frei verfügbaren Bankguthaben. Die Liquiditätslücke des Unternehmens belief sich auf 99,17 Prozent. Was bedeutet, dass mit den vorhandenen Mitteln weniger als ein Prozent der Schulden bedient werden konnte.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse lebte die Wirecard AG von Bankkrediten und den Geldern ihrer Investoren. 1,6 Milliarden Euro der Schulden von Wirecard AG resultieren aus einer Kreditlinie einer Bankengruppe, 900 Millionen Euro aus einer Wandelanleihe des japanischen Unternehmens Softbank. 500 Millionen Euro stammen aus einer Anleihe, die Wirecard begeben hatte und die von institutionellen Anlegern gezeichnet wurde. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hatte Wirecard 100 Millionen Euro geliehen, 87 Millionen Euro Schulden ergeben sich aus anderen Bar- und Avalkrediten.

Laut dem Bericht des Insolvenzverwalters wurden die aufgenommenen Gelder regelmäßig und zeitnah an die diversen Tochtergesellschaften weitergeleitet. Drei Gründe hat der Insolvenzverwalter für den immensen Verlust herausgearbeitet: überteuerte Unternehmensübernahmen, Kredite an Gesellschaften und operative Verluste.

Klage gegen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young

Im Auftrag zahlreicher Mandanten haben wir bei dem Landgericht Stuttgart Klagen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH und die persönlich handelnden Wirtschaftsprüfer eingereicht, da wir in deren Handeln relevante Pflichtverletzungen erkennen, die für den eingetretenen Schaden der Anleger und Aktionäre kausal waren.

Auf eine Klage gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verzichten wir aus gutem Grund. Die Antwort dafür findet sich im Gesetz für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz „FinDAG.“ In § 4 Abs. 4 FinDAG heißt es ausdrücklich: Die Bundesanstalt nimmt ihre Aufgaben und Befugnisse nur im öffentlichen Interesse wahr. Durch diese Bestimmung sind Staatshaftungsansprüche gesetzlich ausgeschlossen.

Was Prozesse gegen die vormaligen Vorstände der Wirecard AG angeht, sind wir im Augenblick zurückhaltend. Hier möchten wir die weitere Klärung der Hintergründe abwarten.

Geschädigten Anlegern bieten wir auf ihre Person individuell zugeschnittene Vorgehensweisen an. Sprechen Sie uns an!

Weiteres Vorgehen!

Aktionäre und Anleihegläubiger der Wirecard AG können kostenlos mit unserer Kanzlei Kontakt aufnehmen. Wir prüfen kostenfrei Ihre Ansprüche und erstellen Ihnen ein Angebot, wieviel ein zielgerichtetes Vorgehen in Ihrem Fall kostet. Sofern Sie die Einschaltung eines Prozessfinanzierung wünschen, stehen wir Ihnen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. Deckungsanfragen gegenüber Ihrer Versicherung übernehmen wir kostenlos.

Registrierung

Wenn Sie von uns eine konkrete Handlungsempfehlung wünschen, bitte wir Sie Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Telefonnummer bei uns zu registrieren. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, holen wir für Sie kostenlos eine Deckungszusage ein.

Riskante Finanzwetten mit Contract for Difference (CFD) boomen – Rechtsanwalt Ralf Plück von der Rechtsanwaltskanzlei Doerr Kühn Plück + Partner in der aktuellen Wirtschaftswoche Nr.: 35

Ralf Plück, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, wird in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftszeitung Wirtschaftswoche (35 / 21.08.2020) als Experte zu den hoch riskanten Finanzwetten mit CFD interviewt und berichtet über fehlerhafte Geschäftsbedingungen bei CMC Markets.

 

In Deutschland investieren Anleger Milliarden in CFDs. Einer der größten Market Maker ist die in England gegründete CMC Markets, die regelmäßig Jahresgewinne im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaftet, der höher ist als das gesamte BIP Schwedens im Jahr 2019. Broker werben Anleger mit theoretisch hohen Gewinnchancen, die auch bei kleinen Investitionen möglich sind. So können bereits 20 Euro ausreichen, um auf Indizes, Währungen oder Rohstoffe zu wetten, um allen Anschein nach kräftige Gewinne zu generieren. Doch wer mit CFDs handelt, muss mit Intransparenz und nicht nachvollziehbaren Kursen rechnen. Unternehmen wie CMC Markets können die Kurse der CFDs als Market Maker selbst bestimmen und die nicht börsennotierten CFD-Kurse abseits eines regulierten Marktes und unabhängig von Angebot und Nachfrage manipulieren. Bei diesem Modell ist der Gewinn für Market Maker sicher.

Rund 80 Prozent aller deutschen CFD-Anleger verlieren bei den riskanten Finanzwetten Geld. Auch der Börsenhändler Jörg Meier verlor fast 260.000 und klagt nun mit dem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Ralf Plück gegen die Geschäftsbedingungen des Market Maker CMC Market. Denn trotz einer bereits stattgefundenen Anpassung der Rahmenbedingungen mit dem Hinweis auf Kursfestsetzungen nach eigenem Ermessen durch CMC Market, sind laut Plück weiterhin essenzielle Vertragsbestandteile nicht klar genug ausformuliert und lassen Kleinanleger oftmals ratlos zurück.

Der CFD-Markt ist aktuell rechtlich regulierter als zu seinen Anfängen. Doch die Grundproblematik, dass Market Maker die Preise intransparent gestalten und zugleich als Gegenpartei ihrer Kunden auftreten können, bleibt bestehen, stellt Ralf Plück in dem Artikel der Wirtschaftswoche dar. Rund vier von fünf Anlegern verlieren ihr investiertes Geld. Die Verluste sind dabei oftmals existenziell und bei Weitem keine Ausnahme. Vielmehr gehören hohe Verluste für Kleinanleger zur Regel.

„Die Grundproblematik, dass Market Maker die Preise intransparent gestalten und zugleich als Gegenpartei ihrer Kunden auftreten können, bleibt bestehen.“
(Ralf Plück – Wirtschaftswoche 21.8.2020)

Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. hingegen ist der Auffassung, dass die zweifelhaften Rahmenbedingungen des CFD-Tradings von den Anlegern akzeptiert würden, da diese in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) stehen. Dieser Auffassung widerspricht der Wiesbadener Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Ralf Plück, denn die expliziten Vertragsbestandteile in den AGB werden unzureichend dargestellt, und somit ist es äußerst fraglich, ob der Schutz von Kleinanlegern ausreichend ist.

Falls Sie unsere Unterstützung brauchen, melden Sie sich gerne bei uns. Wir setzen wir uns als Wirtschaftskanzlei mit viel Erfahrung und Leidenschaft für Sie und Ihr Recht ein.

Eine Kostendeckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung übernehmen wir selbstverständlich kostenfrei. Sie verfügen über keine Rechtsschutzversicherung? Kein Problem, wir stellen für Sie den Kontakt zu einem Prozessfinanzierer her.

Perfekt beraten! Kanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner und SVWW verlängern Vertrag

„Kein Weg ist zu lang, mit einem Partner an der Seite“, heißt es in einem deutschen Sprichwort. Deshalb haben der SV Wehen Wiesbaden und die Kanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner den Partner-Vertrag für die Spielzeit 2018/19 verlängert.

 

Seit über zehn Jahren sind die Wiesbadener Rechtsanwälte und Notare nun im Business-Netzwerk des Vereins vertreten und haben die Rot-Schwarzen bei Zweitliga-, Drittliga- und Pokalspielen sowie bei zahlreichen Business-Events und Sonderveranstaltungen in der BRITA-Arena begleitet. Um daran anzuknüpfen bleiben DOERR KÜHN PLÜCK + Partner als sportbegeisterte Begleiter weiterhin an der Seite des SVWW.

„Wir haben eine sehr vertrauensvolle Verbindung mit DOERR KÜHN PLÜCK + Partner aufbauen können und wollen auf dieser Basis weiterhin zusammenarbeiten. Einen so zuverlässigen Partner an unserer Seite zu wissen ist ein wichtiger Baustein für unser SVWW-Business-Netzwerk“, freut sich Markus Klepzig, Leiter Marketing & Vertrieb beim SVWW.

„Unser Engagement für den Sport in Wiesbaden liegt uns sehr am Herzen. Der Fußball besitzt dabeizweifelsohne eine bedeutende Stellung. Als langjähriger Sponsor des SVWW, wollen wir die positive Entwicklung der letzten Saison weiter begleiten und fördern“, so Rechtsanwalt und Notar Peter Kühn.

Die Rechtsanwälte und Notare der Kanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner sind seit 1993 bundesweit beratend und forensisch tätig. Der Fokus liegt dabei auf dem Wirtschaftsrecht in allen seinen Erscheinungsformen. Hierfür erhielten die Wiesbadener vom Magazin „FOCUS“ bereits viermal die Auszeichnung als „TOP Wirtschaftskanzlei“ (2013-2016).

Die Kanzlei bietet eine zuverlässige Partnerschaft bei der Erarbeitung und Umsetzung individueller Lösungen und tritt engagiert für die Durchsetzung der Rechte ihrer Mandanten ein. Zu diesen zählen sowohl in- und ausländische, mittelständische sowie junge innovative Unternehmen aus allen Bereichen der Industrie, des Handels, des Dienstleistungssektors und der öffentlichen Hand.

Darüber hinaus vertreten DOERR KÜHN PLÜCK + Partner auch die Interessen von Privatperson in allen Bereichen des Zivil-, Straf-, und Öffentlichen Rechts.  Die Kanzlei unterscheidet sich dabei von der Anonymität großer Lawfirms gezielt durch persönliche Betreuung und perfekt zugeschnittene Beratung.

Schadenersatz zu Gunsten der Aktionäre der IKB Deutsche Industriebank AG

Mit einem von der Rechtsanwaltskanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner erstrittenen Urteil hat das Oberlandesgericht Düsseldorf am 13.09.2012 die IKB Deutsche Industriebank AG zum Schadenersatz zu Gunsten ihrer ehemaligen Aktionäre verurteilt.

 

Nach § 37 b Abs. 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat ein börsennotiertes Unternehmen einem Anleger den Schaden zu ersetzen, der diesem dadurch entstanden ist, dass er Finanzinstrumente zu einem Zeitpunkt erworben hat, in dem das Unternehmen Insiderinformationen hätte veröffentlichen müssen, dies jedoch schuldhaft unterlassen hat.
Das OLG Düsseldorf hat in seinem Urteil vom 13.09.2012 festgestellt, dass es die IKB Deutsche Industriebank AG zum 20.07.2007 schuldhaft unterlassen hat, die Höhe ihres Subprime-Anteils ihrer Verbriefungen des RFCC Conduit zu veröffentlichen. Dadurch ist den von der Rechtsanwaltskanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner vertretenen Aktionären ein Schaden entstanden, den die IKB Deutsche Industriebank AG teilweise zu ersetzen hat. In dem Urteil kam das OLG Düsseldorf zu dem Ergebnis, dass es der Beklagten IKB Deutsche Industriebank AG  nicht gelungen war, den ihr obliegenden Nachweis zu führen, dass die Unterlassung nicht auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beruhte. Bereits schon die Umstände der Veröffentlichung der Presseerklärung vom 20.07.2007 belegen nach der zutreffenden Beurteilung der Rechtsanwälte DOERR KÜHN PLÜCK + Partner und des Gerichts, dass die Verantwortlichen der IKB Deutsche Industriebank AG die Kursrelevanz des Subprime-Engagements zu diesem Zeitpunkt bereits schon positiv kannten.

Die Erklärung selbst zeigt, dass auf Seiten der IKB Deutsche Industriebank AG Handlungs- und Erklärungsbedarf gesehen wurde, dem in der Sache allerdings nicht genügt wurde.

Schadenersatzansprüche wurde denjenigen Aktionären zugesprochen, die Aktien der Gesellschaft in der Zeit zwischen der Veröffentlichung der Presseerklärung am 20.07.2007 bis vor der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung am 30.07.2007 erworben haben. Ersetzt wird den Anlegern der so genannte Kursdifferenzschaden, den das OLG Düsseldorf gemäß § 287 ZPO auf EUR 3,50 pro erworbene Aktie geschätzt hat.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ralf Plück Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

„Schlappe für die Telekom“  -Freitag, 12. Dezember 2014 – Wiesbadener Kurier – Seite 10

Bien-Zenker AG und Landeshauptstadt Wiesbaden legen Streit wegen Baustopp im Künstlerviertel bei

Bereits seit dem Jahre 2009 vertritt die Kanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner die Interessen der Landeshauptstadt Wiesbaden, nachdem die Baugenehmigungen zur Erstellung von 16 Reihenhäusern im Künstlerviertel in Wiesbaden gerichtlich außer Kraft gesetzt wurden. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hatte nach entsprechenden Verhandlungen die Kauf- und Werkverträge der Reihenhauserwerber übernommen. Daraufhin wurden die entstandenen finanziellen Aufwendungen der Landeshauptstadt Wiesbaden bei den beteiligten Unternehmen geltend gemacht. Im Rahmen der darauf folgenden gerichtlichen Auseinandersetzungen konnte nunmehr mit einem der Beteiligten, der Firma Bien-Zenker, unter Mitwirkung von Rechtsanwalt Peter Kühn von der Kanzlei DOERR KÜHN PLÜCK + Partner, eine Einigung erzielt werden. Im Einzelnen:

 

Am 7.7.2009 stoppte das Verwaltungsgericht Wiesbaden die Bauarbeiten von Bien-Zenker an 16 Reihenhäusern im Künstlerviertel. Der benachbarte Holzhändler Blum hatte den Baustopp im Eilverfahren beantragt, weil er Einschränkungen seines Gewerbebetriebs durch die heranrückende Wohnbebauung fürchtete. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof bestätigte am 12.11.2009 die Entscheidung des VG Wiesbaden und hob zugleich im parallel laufenden Normenkontrollverfahren den Bebauungsplan “Künstlerviertel” auf. Bis heute ist nicht endgültig gerichtlich entschieden, ob die von der Landeshauptstadt Wiesbaden erteilte Baugenehmigung für die 16 Reihenhäuser rechtmäßig war und ob die Reihenhäuser wie geplant fertig gestellt werden dürfen. Selbst über den Bebauungsplan liegt noch keine letztinstanzliche Entscheidung vor. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Landeshauptstadt Wiesbaden ist derzeit noch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhängig.

Damit die Auseinandersetzung über die komplexe Rechtslage nicht auf dem Rücken der Erwerberfamilien ausgetragen wird, entschied  die Landeshauptstadt Wiesbaden Anfang 2010 den Betroffenen die Grundstücke einschließlich der Gebäudefragmente abzukaufen und ihnen den eingetretenen Finanzierungsschaden zu ersetzen. Von den am Bauprojekt beteiligten Firmen – der Deutschen Wohngrund GmbH, der LBS Immobilien GmbH und der Bien-Zenker AG – verlangte die Stadt eine wesentliche Beteiligung an diesen Kosten. Da eine außergerichtliche Einigung zwischen den Beteiligten nicht erzielt werden konnte, haben die 16 Erwerberparteien, vertreten durch die Landeshauptstadt Wiesbaden sowie die Landeshauptstadt Wiesbaden selbst, ab Mai 2011 insgesamt 16 Klagen beim Landgericht Wiesbaden eingereicht und von den beteiligten Unternehmen die Zahlung von Schadensersatz gefordert. Die Bien-Zenker AG wiederum erklärte in den Klageverfahren der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH den Streit und kündigte damit Regressforderungen an für den Fall, dass den Klagen statt gegeben wird. Zahlreiche weitere Streitverkündungen und komplizierte prozessrechtliche Fragen führten dazu, dass die Gerichtsakten in jedem einzelnen der 16- Verfahren bereits im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung mehr als 1.000 Seiten umfassten. Das Landgericht Wiesbaden hat mittlerweile 13 der 16 Klagen ohne Beweiserhebung abgewiesen. Die übrigen Klagen sind noch nicht entschieden. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat gegen die abweisenden Urteile beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main Berufung eingelegt.

Zur Beendigung der laufenden Rechtsstreite haben nun die Landeshauptstadt Wiesbaden, die 16 Erwerber (hierbei vertreten durch die Landeshauptstadt Wiesbaden), die SEG GmbH und die Bien-Zenker AG einen Vergleich geschlossen, über den die Stadtverordnetenversammlung final am 22.11.2012 entscheiden soll. Dieser sieht vor, dass sämtliche Klagen gegen die Bien-Zenker AG gegen Zahlung eines Abgeltungsbetrages an die Landeshauptstadt Wiesbaden zurückgenommen werden. Zugleich wurden die 16 Werkverträge über die Errichtung der Reihenhäuser aufgehoben. Mit dem Vergleich lässt Bien-Zenker auch die angekündigten Regressforderungen gegenüber der Landeshauptstadt Wiesbaden und der SEG GmbH fallen.

Die Bien-Zenker AG sowie die Landeshauptstadt Wiesbaden erklären zu dem Vergleich: „Der ausgehandelte Vergleich trägt den jeweiligen Chancen und Risiken in den laufenden erst- und zweitinstanzlichen Rechtsstreiten angemessen Rechnung. All diese Verfahren hätten sich noch über Jahre hinweg gezogen. Für beide Parteien sind solche Gerichtsverfahren in verschiedener Hinsicht belastend. Eine frühzeitige Beendigung solcher Rechtsstreite durch eine einvernehmliche Regelung ist daher erfahrungsgemäß besser, als langjährige Rechtsstreite über mehrere Jahre hinweg zu führen, und unter Umständen selbst dann vorzuziehen, wenn die eigenen Erfolgschancen als gut eingeschätzt werden. Durch den Vergleich ziehen die Parteien im Verhältnis zueinander einen endgültigen Schlussstrich unter die Angelegenheit.“

Keine Auswirkungen hat der Vergleich auf die übrigen Klageverfahren der Landeshauptstadt Wiesbaden gegen die beiden anderen Unternehmen, die Deutsche Wohngrund GmbH und die LBS Immobilien GmbH.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden (0611) 50 40 63 40

FOCUS-SPEZIAL: DOERR KÜHN PLÜCK + Partner zählt auch 2014 zu den Top-Anwälten

FOCUS-SPEZIAL: DOERR KÜHN PLÜCK + Partner zählt auch 2014 zu den Top-Anwälten

 

Zum zweiten Mal in Folge gehört DOERR KÜHN PLÜCK + Partner auch 2014 zu den Top-Anwälten in Deutschland. FOCUS-SPEZIAL ermittelte 800 führende Juristen und Wirtschaftskanzleien. DOERR KÜHN PLÜCK + Partner überzeugt hiernach durch eine hohe Fachkompetenz und Expertise im Wirtschaftsbereich.

Rechtsanwälte DOERR KÜHN PLÜCK + Partner beraten und vertreten Swap-Geschädigte

Rechtsanwälte DOERR KÜHN PLÜCK+ Partner beraten und vertreten Swap-Geschädigte

 

Im Focus unserer Tätigkeit steht hierbei die Rückabwicklung von Swap-Verträgen mit einer namhaften deutschen Großbank.

Vor dem Hintergrund der von der EU-Kommission im Dezember 2013 verhängten Geldbußen wegen eines Kartells zur Manipulation von Zinsderivaten verfolgen wir die Rückabwicklung der für die Kunden der Bank nachteiligen Swap-Verträge. Das Kartell bestand nach den Feststellungen der EU-Kommission in der Zeit von September 2005 bis einschließlich Mai 2008.

Bankkunden, die in der Zeit von September 2005 bis einschließlich Mai 2008 Swap-Verträge abgeschlossen haben und die beabsichtigen, diese Verträge rückabzuwickeln, werden gebeten, sich mit der Rechtsanwaltskanzlei DOERR KÜHN PLÜCK+ Partner in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung – FOCUS-SPEZIAL: DOERR KÜHN PLÜCK + Partner zählt zu den Top-Wirtschaftskanzleien Deutschlands

 FOCUS-SPEZIAL: DOERR KÜHN PLÜCK + Partner zählt zu den Top-Wirtschaftskanzleien Deutschlands

 

 

DOERR KÜHN PLÜCK + Partner gehört zu den Top-Wirtschaftskanzleien in ganz Deutschland. Dies ermittelte das Nachrichtenmagazin Focus-Spezial. DOERR KÜHN PLÜCK + Partner überzeugt danach durch eine hohe Fachkompetenz und Expertise im Wirtschaftsbereich.

 

Focus-Spezial, Ausgabe November/Dezember 2013, nennt 790 führende Juristen und Wirtschaftskanzleien aus allen relevanten Fachbereichen und liefert den Lesern Entscheidungshilfen bei der Wahl der richtigen Kanzlei bzw. des richtigen Anwalts. Die Ausgabe „Deutschlands Top-Anwälte“ blickt hinter die Kulissen herausragender Kanzleien für insgesamt 24 juristische Spezialgebiete von Arbeitsrecht über Gesellschafts- und Immobilienrecht bis hin zu Wirtschaftsrecht, klärt über die wichtigsten Fakten, z. B. Miet-, Steuer- und Verkehrsrecht auf und hilft bei der Suche nach dem richtigen Experten.

 

Für die Liste der Top-Rechtsanwälte und Wirtschaftskanzleien wurden mehr als 4.200 Fachanwälte und über 1.700 Anwälte aus Wirtschaftskanzleien befragt. Die Auswahl erfolgte über die Häufigkeit der Kollegen-Empfehlungen. Zusätzlich wurden Mandantenbewertungsportale aus dem Internet herangezogen und Erwähnungen in Branchenpublikationen oder der Wirtschaftspresse gewertet. Die Anwälte und Kanzleien, die im deutschlandweiten Focus-Vergleich zu den führenden des Landes zählen, erhalten die Auszeichnung „Top-Rechtsanwalt 2013“ bzw. „Top-Wirtschaftskanzlei 2013“ für ihr jeweiliges Fachgebiet.

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